Live | Doppel-CD
CD DAS EINEMakanaBeatRecords/Soulfood 2003

22 Songs aufgenommen im November / Dezember 2002.
Mit 16-seitigem Booklet und vielen Live-Fotos.

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CD-1
01 So gut {Lyrik}

Sechs Uhr früh, der Wecker klingelt rüde
Und ich bin noch hundemüde
Wie wichtig kann so ein Tag schon sein
Ich lege einen Ruhetag ein
Ich denke, daß ich es verdiene
Was kümmern mich wichtige Termine
Ich will von diesem Tag nichts wissen
Und verdrücke mich in meine Kissen

Denn ich weiß, das tut mir gut, so gut
Ich weiß, das tut mir gut, oh so gut

Einen rauchen ist schon herrlich
Drogen sind gefährlich
Doch hab ich ne ganze Nacht gezecht
Fühl ich mich am nächsten Morgen schlecht
Ich suche nach einem Ausweg
Daß es ohne Schmerzen auch geht
Einfach mal wegzutauchen
Und jetzt werde ich einen rauchen
Willst Du haben, mußt Du Opfer bringen
Mit Menschen ist es wie mit Dingen
Komm laß uns diese Regel übersehn
Denn ich weiß, diese Nacht wird schön


02 Abgestandenes Bier {Lyrik}

Draußen weht ein kalter Wind
Die Zeitung lügt, das weiß doch jedes Kind
Trotzdem kaufst Du Dir ein Morgenblatt
Mal seh'n, wer heut' verloren hat

Jetzt bist Du alt und aufgebraucht
Und über Deinem Gürtel hängt ein schlaffer Bauch
Dein Lächeln hast du längst verschenkt
Und Deine Eitelkeit ist meist gekränkt

Aber laß' doch den alten Mist, das ist doch so egal
Schau nicht mehr zurück, abgestand'nes Bier schmeckt schal
Ja ja ja laß' doch den alten Mist, das ist doch so egal
Schau nicht mehr zurück, abgestand'nes Bier schmeckt schal

Ein Leben kurz, ein Warten lang
Du stellst Dich immer noch hinten an
Bist Du dann endlich vorne dran
Weißt Du nicht mehr, was Du willst

Denkst Du immer noch, das muß so sein
Trinkst Du immer nur den selben Wein
Dein Ofen ist doch seit Jahren kalt
Und ohne Führung hast du keinen Halt

Aber lass' doch den alten Mist ...

Jetzt endlich wird es Dir zu bunt
Packst Deine Sachen, verschenkst Dein' Hund
Irgendwo im weiten Land
Baust Du wieder neu auf Sand

Und so gehst Du über Berg und Tal
Erleidest jede Menschenqual
Statt Dich mal einfach umzuschauen
Hast Du Angst, es könnt' Dir die Beine weghauen?

Aber laß' doch den alten Mist


03 Nebenwirkung {Lyrik}

Bleib beim Pillenkrieg
Und das Böse unterliegt
Am dritten Tag, oh Graus
Fallen mir die Haare aus
Das Gesicht voll roter Flecken
Ich kann auch nichts mehr schmecken
Meine Augen sind so wund
Ich fühl mich ungesund
Wie kann das möglich sein
Und dann lese ich ganz klein:

Das ist die Nebenwirkung
Die Nebenwirkung

Ein neuer Arzt, eine neue Diagnose
Wieder gibt es Hoffnung aus der Dose
Andre Farbe, andrer Text
Jetzt kriege ich Pickel, es ist verhext
Ich stehe vorm Spiegel
Die Pupillen ganz groß
Die Geister, die ich rief
Werd ich nicht mehr los
Depressionen
Nevöser Magen
Geschmacksverlust
Und Herzjagen
Pilzbefall und Erbrechen
Blindes Vertrauen
Kann sich böse rächen
Jetzt hab ich es kapiert
Die Leute sind geschmiert
Man füttert Dich mit Pillen
Und züchtet Deinen Willen
Genormter Mensch

Im kranken System
Die Gesundheit siegt
Wenn wir widerstehn
Ich stehe vorm Spiegel
Jetzt weiß ich was ich tu'
Ich bin kerngesund
Und lächel mir zu


04 Jaja {Lyrik}

Jetzt wo wir wieder hier sitzen
Und alles übersehn
Die Köpfe sich erhitzen
Weil wir doch nicht drüberstehn
Laß uns die Seiten tauschen
Wie herum ist doch egal
Was soll ich Dir sagen
So ist es nun einmal

Ja ja, ja ja, ja ja
So ist es nun einmal
Ja ja, ja ja, ja ja
So ist es nun einmal

Was können wir erreichen
Wie werden wir uns gerecht
So viele Welten
Verstehen sich nur schlecht, doch
Wir sind die Entdecker

Die dem Alltag widerstehn
Auf auf zu neuen Gründen
Wir wollen lachend untergehn
Wo ist das Ende
Wo ist das Ziel
Was wollen wir nun wirklich
Was ist hier zuviel
Alles wiederholt sich
Das ist ein alter Zopf
Wir reden und wir reden
Rebellion im Hinterkopf


05 Ich will weg {Lyrik}

Den selben Brei jeden Morgen
Die selben Dinge zu besorgen
Ich kann die Luft schon nicht mehr riechen
Würd mich am liebsten im Bett verkriechen
Ich such das Glück in meinem Kaffee
Und sehe eine Giraffe
Was soll denn das schon wieder heißen
Ich glaub, ich muß verreisen

Ich will weg
Ganz weit weg
Keine Pflicht
Also leck mich

In der Zeitung steht wieder das gleiche
Es gibt Arme und Reiche
Einen Sonnenhut werd ich mir bauen
Dann werde ich abhauen
Jedes Ding hat seinen Namen
Gewohnheit ist der Rahmen
Ich will das alles nicht mehr sehen
Und morgen werde ich weggehen


06 Alles im Griff {Lyrik}

Strahlend bunt wie eine Seifenkiste
Schlenger ich durchs Leben
Ich will alles erfahren
Es darf keine Schranken geben
Das ist egoistisch nur für mich
Das ist meine Tour
Bis ich angekommen bin
Folge ich der Spur
Manchmal rase ich einfach nur drauflos
Nur das eine im Visier
Bis ich dann beim Näherkommen
Die Lust daran verlier
Das ist egoistisch nur für mich
Das ist meine Tour
Kann sein, daß ich mich irre
Dann wechsle ich die Spur

Ich habe alles im Griff
Alles im Griff

Am liebsten erfahre ich die Liebe
Steig ein, mach Dich bereit
Wir beide sind ein Wagen
Ðberholen die Wirklichkeit
Ein Abenteuer nur für uns
Das ist unsre Tour
Bis wir angekommen sind
Folgen wir der Spur


07 Revolutio {Lyrik}

Freier Markt, der Stärkere siegt
Weil es in den Genen liegt
Und die Gene lügen nicht
Nehmen Menschen in die Pflicht
Ihrem Frevel treu zu bleiben
Unter sich selbst zu leiden
Naturgesetz oder Größenwahn
Und die Logik folgt dem Plan
Sie schreiten fort und immer wieder
Metzeln sie sich wieder nieder
Fehler im Betriebssystem
So kann es doch nicht weiter gehen

Revolutio ...

Parteien bilden, Vorteile klagen
Zähne zeigen und reinschlagen
Hochentwickelte Superwaffen
Und dahinter immer noch die gleichen Affen
Gehorsam eilt Vernunft voraus
Liebe Erde, wie hältst du das aus
Ich bin einer von vielen, führe den Beweis
Dass ich auf diese Logik scheiß'

Naturgesetz oder Größenwahn
Jetzt sind wir wieder da, wo wir schon einmal waren
Später wird man sagen, sie wussten nicht, was sie taten
Hochentwickelte Primaten

Eine Menschheit, eine Dummheit
Keiner kann da was dafür
Doch ich kann das nicht mehr hören
Denn ich habe das Gefühl
Das System ist der Tyrann
Komm, wir wechseln das Programm
Das System ist der Tyrann
Komm, wir wechseln das Programm


08 Fragezeichen {Lyrik}

Ich träume ins Blaue
Und rede mir ein
Meine Gedanken bestimmen das Sein
Red es fort bis es gefällt
Schöne blaue runde Welt
Halt mich an Gedanken fest
So lange, bis es sich erklären läßt
Suche das Ende
Stehe am Beginn
Weiß nicht mehr, wer ich bin
Bin ich das, was ich weiß
Ich bin das, was ich weiß

Mein Himmel ist voller Fragezeichen
Immer neue Fragezeichen

Zu viel Nachdenken ist ungesund
Immer einen neuen Hintergrund
Wahrheit ist mein Kunstobjekt
Und wird stündlich neu entdeckt
Ach wie gut, daß niemand weiß
Ach wie gut, daß niemand weiß
Daß ich Albert Einstein...
Alles ist möglich, alles ist wahr
Trotzdem sind so viele Fragen da
Laß mich abschweifen
Ich will es nicht begreifen
Ach wie gut, daß niemand weiß
Ach wie gut, daß niemand weiß
Daß ich keine Antwort...


09 Kelch {Lyrik}

Der Ton war gut, die Form war gewollt
Als man mich aus dem Feuer gerollt
Ein lebloses Ding von Menschenverstand
Füllt Eure Becher bis über den Rand
Trinkt aus mir Wasser, trinkt aus mir Wein
Was Euch beliebt, gießt in mich rein
Ich werde es schlucken mit lachendem Mund
Mit lachendem Mund

Ich bin ein Kelch auf Wanderschaft
Trink mich am Leben froh
Schenkt mir ein zum Überfluß
Es ist ein Risiko

Gar manchem Gesicht
Ich Spiegel war
Endlicher Grund, dem Anfang so nah
Ich sah Eure Lust, ich roch Eure Gier
Einfach zu ertrinken wie ein sinnloses Tier
Trinkt aus mir Wasser, trinkt aus mir Wein
Was Euch beliebt, gießt in mich rein
Ich werde es schlucken mit lachendem Mund
Mit lachendem Mund
Könnt Ihr nicht hören, was zu Euch spricht
Was nicht ist, gibt es auch nicht
Ihr werdet es schlucken mit lachendem Mund
Mit lachendem Mund


10 Lisa {Lyrik}

Ich komme aus'm Schliemann, es ist noch nicht zu spät
Ich möchte Lisa sehen, mal sehen wie's ihr geht
Ich werd sie überraschen mit einer Flasche Wein
Sie ist bestimmt zu Hause und fühlt sich sehr alleine
Das Telefon ist tot, das glaub ich nicht
Die Tür ist abgeschlossen, doch im Fenster brennt Licht
Seh ich da nicht Schatten hinter Deinem Vorhang
Lisa, mach die Tür auf, Du machst mich krank

Lisa, laß mich rein, Lisa, laß mich rein
Lisa, laß mich rein, laß mich rein rein rein, oh Lisa
Ich will bei Dir sein
Ich fange an zu schrein, ich fange an zu schrein
Lisa, laß mich rein, laß mich bitte bitte bitte bitte rein
Lisa, laß mich rein

Hör auf mit dem Quatsch, ich weiß, Du bist zu Haus
Hörst Du laut Musik, hast Du Kopfhörer auf
Hör ich da nicht Stimmen von Deinem Fenster her
Bist Du nicht alleine, das betrübt mich sehr
Jetzt nehm ich einen Stein und ziele ganz genau
Ich will ihr Fenster treffen, ich bin noch nicht zu blau
Zweimal geht's daneben, das kann doch wohl nicht sein
Dann ein lautes Scheppern, beim Nachbarn schlägt es ein


11 Es gibt keine Liebe {Lyrik}

Er war noch jung, g'rad dreizehn Jahr
Da verließ die Mutter den Papa
Mutter sagte: Sohn, oh h ör' mir zu
Laß' die Mädchen bloß in Ruh'

... denn er wußte noch nicht:

Es gibt keine Liebe auf dieser Welt
Es ist der Traum, der uns gefällt
Es gibt nur Lüge, Gier und Haß
Und viele Tränen dick und naß
Es gibt keine Liebe auf dieser Welt
Es ist der Traum, der uns gefällt
Es gibt nur Triebe, Gier und Haß
Und viele Tränen dick und naß

Doch konnt' er nicht von ihnen lassen
Tat nach ihnen flehen, greifen, fassen
Er sprach von Liebe bunt verziert
Er war von Träumen irritiert

...doch

Es gibt keine Liebe ...

So konnt' sein Ziel er nie erreichen
Mußte alles mit seinem Traum vergleichen
Er war vom Whisky bald verroht
Und rief ganz laut in seiner Not:

Es gibt keine Liebe ...


12 Maria Huana {Lyrik}

Ich war noch jung an Jahren
Als ich Dich zum ersten Mal traf
Obwohl ich Dich nicht kannte
Sprach ich doch mit Dir
Es war Dein süßer Atem
Der mich für Dich gewann
Ein Augenblick ward ewig
Als ich in Deinen Armen lag

Maria, Maria, Maria Huana
Maria Huana

Mit Dir war ich ein Käpt'n
Der alle Wellen brach
Der selbst den Stürmen trotzte
Weil ein Rausch den Lärm verbarg
Es war nicht nur ein Atem
Der mich für Dich gewann
Die Luft im Raum erstarrte
Und das Bild von mir zerrann
Ich war noch jung an Jahren
Als ich Dich zum ersten Mal traf
Obwohl ich Dich nicht kannte
Sprach ich doch mit Dir
Es war wie ein offener Himmel
Der alle Zweifel in sich sog
Die Sterne sind zu greifen


13 Amazegenalo {Lyrik}

Der Tag, er flieht
Von den Bergen klingt das hohe Lied
Die Erde bebt vom Trommelschlag
Keiner nach dem Ursprung fragt

Der alte Mann schlägt die Trommel
Löst den Zauberbann

Amazegenalo

Das Feuer nur den Blick erhellt
Weckt Deine Unterwelt
Die Ewigkeit, sie greift nach Dir
Der Tempel der Göttlichkeit sind wir

Der alte Mann schlägt die Trommel
Löst den Zauberbann

Amazegenalo



CD-2
01 Amsterdam {Lyrik}

In Berlin mal wieder alles grau
Und keinen Stoff, und keine Frau
Draußen Regen, drinnen kalt
Und nichts zu rauchen, und keinen Halt

Was macht man in so einem Moment
Man leckt sich die Zähne und öffnet sich das Hemd
Man greift sich an die eigene Brust
Und denkt daran, ich muß, und denkt daran, ich muß

Mal wieder nach Amsterdam fahr'n
Mal einfach so über'n Damm karr'n
Schwarzen grünen gelben weißen
Ich hoff', das Geld reicht noch für was zu beißen
Ich hoff', das Geld reicht noch für was zu beißen

Und ist man dann erstmal da
Mit leerem Magen und wirrem Haar
Dann packt es Dich bei Deinem Schopf
Es setzt sich fest im Kopf, es setzt sich fest im Kopf

Und wenn ich dann einen dreh'
Schmeckt noch viel besser der Kaffee
Alle Knoten ham' sich aufgelöst
Meine Seelen sind entblößt, meine Seelen sind entblößt

Und ich werde wieder nach Amsterdam fahr'n ...


02 Ego {Lyrik}

Endlich mal wieder so richtig verunsichert
Was ist Schein, was Sein, was rede ich mir ein
Was für eine Welt hab ich mir da wieder zusammengebastelt
Es gibt keine stehenden Bilder
Ich verbinde Gegensätze
Beuge Wirklichkeit
Und will es nicht passen, dann wird dran gefeilt
Ich male ein Bild, so wie's mir gefällt
Bis es dann wieder in Scherben fällt
Und ich singe:

Uh, mein Ego
Das ist mein Ego
Jetzt kann ich es sehen

Mein Bild, mein Traum
Du hast mich betrogen
Mir wieder etwas vorgemacht
War es eitler Schmuck
Oder nur Projektion
Wir lieben, lieben die Illusion
Es gibt keine stehenden Bilder
Liebe ist die Einstellung zum Leben
Sie sollte nicht nur an einem Menschen kleben
Dann nimmt man sich nur wieder gegenseitig in die Pflicht
Das wollen wir doch nicht


03 Immer mehr {Lyrik}

Jedem das Seine und mir ganz alleine
Und willst du's nicht glauben, dann bist du alleine
Immer mehr, immer mehr, und immer zu spät
Nur der Stärkere Überlebt
Ein System, das deshalb funktioniert
Weil es den Mensch zum Arschloch animiert
Und nur das Geld eine Wahrheit hat
Ich habe diesen Blödsinn satt

Die Eltern haben es vorgelebt
Es geht so lange, bis es nicht mehr geht
Wirtschaftskrise, Krankheit, Tod
Der Sensemann lächelt: Du Idiot
Hast dein ganzes Leben nur gespart
Dich mit deinem Geld gepaart
Das kann ich Dir leider nicht vergeben
Du hast nur dieses eine Leben

Immer mehr, Immer mehr, immer mehr
Taschen voll und die Herzen leer
FÜll' dein rosa Schwein
Und am Ende schlag' es ein
Und wieder reicht es nicht
Hält doch nicht, was es verspricht
Du hast dir so viel Mühe gegeben
Ein ganzes Menschenleben...
Leben... Menschenleben!

Eine Logik, die sich selbst vertritt
Alle wissen bescheid, alle machen mit
Schlucken, kauen, konsumieren
So langsam seinen Kopf verlieren
Das ist Methode, das ist System
Das ist letztendlich mein Problem
Ich will nicht nur das Opfer sein
Zeig' mir, ich bin nicht allein

Immer mehr, immer mehr, immer mehr Taschen voll und die Herzen leer Füll' dein rosa Schwein Soll das das Leben sein Vielleicht ist weniger auch mehr Dann ist man nicht so schwer Und kann viel besser tanzen Also scheiß' auf die Finanzen


04 Ich möchte Dich gern... {Lyrik}

Ich möchte Dich gern ...
Ich möchte Dich gern kennenlernen
Mich an Deiner Nähe wärmen
Ich bin nicht interlektuell
Ich habe auch kein dickes Fell

Wieso nicht, was ist denn schon dabei
Worte sind doch einerlei
Ich liebe Dich, das ist doch klar
Drum sag' ich es jetzt noch einmal

Ich möchte Dich gern kennenlernen!

Ich möchte Dich gerne küssen
Ohne schmeicheln zu müssen
Das Leben ist kompliziert genug
Und all' das Gelaber nur Betrug

Wieso nicht ...
Ich möchte Dich gern küssen!

Ich möchte Dich gerne ...
Du brauchst nur zu nicken
Ich bin nicht gerade romantisch
Lieber leg' ich meine Karten
Auf den Tisch

Wieso nicht ...

Ich möchte Dich gern aaaahh!


05 Das Glas ist leer {Lyrik}

Das Glas ist leer, das Licht ist aus
Gleich schmeißt der Wirt mich wieder raus
Er wird nur traurig schnaufen, wenn er mich zu Türe schleift
Das Glas ist leer, das Licht ist aus

Ich werde wieder durch die dunklen Straßen geh'n
Und in den Sternen alte Bilder seh'n
Nur wenn ich besoffen bin, bin ich eins mit dieser Welt
Und manchmal gar ein Märchenheld

Einst war ich noch ein Gaukler morgenschön
Ich konnt' mich an den Leuten wohlergeh'n

Ich trug ein rotes Stirneband und war ein Don Quichotte
Doch heute trifft mich nur der Spott

Ja diese Zeit ist wohl vorbei
Und ich will nicht denken an Vergangenheit
Irgendwann werd' ich es schaffen, ich verlasse diese Zeit
Und find' sie wieder, meine Herrlichkeit


06 Lump {Lyrik}

Ich brauch' kein seid'nes Taschentuch
Zwei Finger sind doch auch genug
Ich bin ein Lump, ich bin ein Lump
Ich bin ein liederlicher Lump

Schlips und Kragen sind mir fremd
Ich trag' viel lieber ein offenes Hemd
Ich bin ein Lump ...

Schon damals in der Schule, oh, der Lehrer schrie:
Ein Schüler ohne Ordnung, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element
Ich bin ein Lump ...

An Fleiß und Arbeit glaub' ich nicht
Denn Faulsein ist die erste Pflicht
Ich bin ein Lump ...

Neulich so beim Schlendern, oh, der Wachmann schrie:
Sie beachten nicht die Ampel, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element
Ich bin ein Lump ...

Mein Vater starb am Säuferwahn
Doch ich bau' lieber Hanfgras an
Ich bin ein Lump ...

Neulich hab' ich eine Glatze gerupft
Die ist vor mir über's Feld gehupft
Ich bin ein Lump ...

Gestern in der U-Bahn, oh, der Schaffner schrie:
Sie haben keinen Fahrschein, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element Ich bin ein Lump ...


07 So weit ist das Meer {Lyrik}

Es war eine mondhelle Nacht
Wir gingen hinunter zum Strand
Dort lag ein Schiff mit Segeln so groß
Der Rumpf war namenlos

Du sagtest, Komm laß' uns versuchen
Und machtest die Leinen los
Der Wind steht gut, die Nacht zieht nach West
Los, zieh die Segel fest

So weit, weit ist das Meer
Der Wind treibt uns vor sich her
Was zählt ist nur der Rausch
Drum lehn' Dich zurück

Wer loslassen kann
Kommt irgendwann an

Dann stachen wir in See
Beladen mit all' unserem Sinn
Der Bug ging tief, fast unter vor Last
Die Segel bogen den Mast

Erschrocken sah'n wir uns an
Den Abgang schon im Blick
Schmeiß' all' Deine Bilder von Bord
Der Traum ist alt und verdorrt

So weit, weit ist das Meer ...

Und frag nicht, wie lang wird es gehen
Solange der Wind uns trägt
Kein Hafen im Kopf , das wäre der Tod
Poseidon lenkt unser Boot

So weit, weit ist das Meer ...


08 Meine Gitarre {Lyrik}

Als ich Dich im Trödel fand
Warst Du nur ein Gegenstand
Den ich benutzen wollt'
Zum Zeitvertreib
Und dann streichelte ich Dich sanft
Und Du fingst an zu klingen
Ich weiß auch nicht, wie das kam
Und dann fing ich an zu singen

Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Nur Du kannst mich begleiten
Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Ich mag all' Deine Saiten
Oh, Gitarre
Meine Gitarre

Und nehm' ich Dich in meine Hand
Und Du bist grad gut gespannt
Kommt es nur darauf an
Wo ich Dich berühr'
Und dann fängst Du an zu klingen
Als ob es mir aus dem Herzen singt
Ohne Dich hätt' ich nie erfahren
Wie schön ein Major-Akkord klingt

Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Nur Du kannst mich begleiten
Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Ich mag all' Deine Saiten
Oh, Gitarre
Meine Gitarre

Und wenn ich mich unverstanden fühl'
Hab keinen Ausdruck für das Gefühl
Bin mit Gedanken ganz allein
Dann hältst Du zu mir
Und dann nehm' ich Dich in den Arm
Und streichel' über Deine Saiten
Alles geht vorüber
Nur Du wirst mich immer begleiten

Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Nur Du kannst mich begleiten
Meine Gitarre, ich hab Dich lieb
Ich mag all' Deine Saiten
Oh, Gitarre
Meine Gitarre


09 Kanapee {Lyrik}

Ich hab' Dich im Wald getroffen
Es war an einem Regentag

Du hast mich angesprochen
Dein Blick war fest und stark

Du nahmst mich an Deine Seite
Du nahmst mich an Deine Hand
Ich brauchte Dir nur zu folgen
In Dein Sommer-Sonnen-Land

Du warst ein Gott, Du warst ein Tier
Du warst mein gieriger Vampir
Und es tat nicht mal weh
Auf diesem fleckigen Kanapee
Es tat nicht mal weh
Auf Deinem fleckigen Kanapee

Schon Deine Augen strahlten Hoffnung
Wie ein stolzer Stern
Ich hatte wieder feuchte Hände
Du hattest gar meine Socken gern

Ich war wie Butter in Deinen Fingern
Und Du packtest meine Glieder
Ich wehrte mich kaum
Und schon bald zwangst Du mich nieder
Und find' sie wieder, meine Herrlichkeit

Du warst ein Gott ...

Ich war ein Fisch in Deinem Wasser
Ich wollte nie mehr von Dir geh'n
Doch Du warst ein Fluß
Und Dein Meer war im entsteh'n

Du warst ein Gott ...




Axel Steinhagen (Gesang/Akkusitk-Gitarre) 
Helen Bauerfeind (Violine, Chor)
Anita Ratai (Flöte, Okarina, Chor)
Paul Schöne (Gitarre, Chor) 
Frank Helfer (Schlagzeug, Chor, Rhodes) 
Markus Lauer (Bass) 

 
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