Her mit dem schönen Leben | CD

MakanaBeatRecords/Soulfood - 2013, Produkt-ID: MKN 007,Gesamtlänge: 70:03 min
Anthologie-Album inclusive neuer Songs
Wieder produziert von David Bronner (A), Produzent des ersten Albums (Mutabor1997)
19 remasterte Songs aus der Diskographie von 1997-2013 
Digipack + 24 seitiges farbiges Booklet mit vielen unveröffentlichten Fotos, tollen Grafiken und allen Texten

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01. Pusteblume (2013) {Lyrik}

Alles was wir selten sehen
hat es uns angetan
so bewundern wir Narzissen
verachten Löwenzahn
dieser wächst mit Raffinesse
am Wegesrand und weiter Flur
wie ein Kind der Sonne
belebt es die Natur
schert sich nicht um Unkrautmittel
Hacke oder Spaten
ein Lebenskünstler
unter allen Pflanzenarten
ihr werdet euch jetzt fragen
warum sing ich dieses Lied
ich bin verzaubert
weil es Pusteblumen gibt

Pu-Pu-Pusteblume des Lebens

Schmetterlinge, Bienen
sie lieben deine Blüten
wo die Sonne scheint
lässt du dich nicht verhüten
in Vasen willst du nicht verwelken
wächst in den Rissen
einer Welt aus Stahlbeton
und Plastikkulissen
ist die Zeit gekommen
wechselst du dein Kleid
wartest mit silbernem Haar
auf die Gelegenheit
auf den Wind der dich verweht
deinen Samen fliegen lässt
in die Arme der Natur
die dich neu erblühen lässt

Pu-Pu-Pusteblume des Lebens

Du bist der Anarchist
auf dem englischen Rasen
du bist der Finger der Sonne
und auch Nahrung für die Hasen
der Lauf der Dinge ist dir eigen
die Verwandlung ist dein Plan
Beharrlichkeit in Liebe
jeder Spross ein Partisan

Pu-Pu-Pusteblume des Lebens


02. Fit bleiben (2013) - in voller Länge anhören {Lyrik}

Ich muss die Haare kämmen
weil sich das so gehört
ich muss die Schuhe putzen
damit man sich nicht stört
ich muss auf dicke Hose machen
nur für den einen Zweck
damit ich nicht als Looser verreck'

Ich muss auf dem Laufband laufen
obwohl das langweilig ist
ich muss Gewichte stemmen
obwohl kein Grund da ist
ich muss bis an die Schmerzgrenze gehen
nur für den einen Zweck
dass ich hier nicht als Hempfling verreck‘

Ich muss fit bleiben
Flexibilität
Multitasking ist gefragt, du weißt schon
ich muss fit bleiben
Objektivität
in Anbetracht der Möglichkeiten

Ich muss Gewinn machen
jedenfalls muss ich was verdienen
ich muss dem Chef gehorchen
weil sich das so geziemt
ich muss durch Ärsche kriechen
nur für den einen Zweck
dass ich hier nicht als Hartzer verreck‘
Ich muss mitmachen
Produktivität
Multitasking ist gefragt
du weißt schon
ich muss mitmachen
Objektivität
in Anbetracht der Möglichkeiten

Ich muss wählen gehen
obwohl es nichts zu wählen gibt
ich muss‘m Staat gehorchen
sonst hat er mich nicht lieb
ich muss ‚ne gute Miene machen
zum bekloppten Spiel
und das ist mir oft zu viel

Will nicht mehr mitmachen
keine Produktivität
Multitasking ist mir scheißegal
will nicht mehr mitmachen
Objektivität
in Anbetracht des Scheiterns


03. Ode an die Liebesfreude (2013) {Lyrik}

Du feuersaftiger Zaubertrank
wenn ich an deinen Lippen nippe
werde ich vor Liebe krank
habe nur noch eine Bitte
Du...
Du libidinöser Freudentanz
so schwungvoll war mir keine
dein Taktgefühl
deine Eleganz
deine Elfenbeine
dein Apfelpopo
deine Luxusbrust
wie viel Hunger kann man haben
vergib mir meine Fleischeslust
lass mich an dir laben

Das ist die Ode
an die Liebesfreude
Odeodedodeoh...

Du elfenzartes Hautentzücken
ich habe Angst
dich zu zerdrücken
der nackte Wahnsinn
reitet mich
gibt mir keck die Sporen
ein letztes Zucken
... Aaahhhr
diese Welle stiebt mich unter
dann tauch ich ins Elysium
und mein Herz schlägt munter

Das ist die Ode
an die Liebesfreude
Odeodedodeoh...

Du schmusend Labsal
jetzt genieße ich die Stille
mit dir verschlungen ewiglich
sei mein letzter Wille
lass uns den Götterfunken
immer neu entfachen
bis wir des Lebens müde sind
ruchlos  Liebe machen

Das ist die Ode
an die Liebesfreude
Odeodedodeoh...


04. Liebe (1997) {Lyrik}

Er war noch jung, g'rad dreizehn Jahr
Da verließ die Mutter den Papa
Mutter sagte: Sohn, oh h ör' mir zu
Laß' die Mädchen bloß in Ruh'

... denn er wußte noch nicht:

Es gibt keine Liebe auf dieser Welt
Es ist der Traum, der uns gefällt
Es gibt nur Lüge, Gier und Haß
Und viele Tränen dick und naß
Es gibt keine Liebe auf dieser Welt
Es ist der Traum, der uns gefällt
Es gibt nur Triebe, Gier und Haß
Und viele Tränen dick und naß

Doch konnt' er nicht von ihnen lassen
Tat nach ihnen flehen, greifen, fassen
Er sprach von Liebe bunt verziert
Er war von Träumen irritiert

...doch

Es gibt keine Liebe ...

So konnt' sein Ziel er nie erreichen
Mußte alles mit seinem Traum vergleichen
Er war vom Whisky bald verroht
Und rief ganz laut in seiner Not:

Es gibt keine Liebe ...


05. Abgestandenes Bier (1997) {Lyrik}

Draußen weht ein kalter Wind
Die Zeitung lügt, das weiß doch jedes Kind
Trotzdem kaufst Du Dir ein Morgenblatt
Mal seh'n, wer heut' verloren hat

Jetzt bist Du alt und aufgebraucht
Und über Deinem Gürtel hängt ein schlaffer Bauch
Dein Lächeln hast du längst verschenkt
Und Deine Eitelkeit ist meist gekränkt

Aber laß' doch den alten Mist, das ist doch so egal
Schau nicht mehr zurück, abgestand'nes Bier schmeckt schal
Ja ja ja laß' doch den alten Mist, das ist doch so egal
Schau nicht mehr zurück, abgestand'nes Bier schmeckt schal

Ein Leben kurz, ein Warten lang
Du stellst Dich immer noch hinten an
Bist Du dann endlich vorne dran
Weißt Du nicht mehr, was Du willst

Denkst Du immer noch, das muß so sein
Trinkst Du immer nur den selben Wein
Dein Ofen ist doch seit Jahren kalt
Und ohne Führung hast du keinen Halt

Aber lass' doch den alten Mist ...

Jetzt endlich wird es Dir zu bunt
Packst Deine Sachen, verschenkst Dein' Hund
Irgendwo im weiten Land
Baust Du wieder neu auf Sand

Und so gehst Du über Berg und Tal
Erleidest jede Menschenqual
Statt Dich mal einfach umzuschauen
Hast Du Angst, es könnt' Dir die Beine weghauen?

Aber laß' doch den alten Mist


06. Weil es jeder tut (2001) {Lyrik}

Figuren ferngesteuert
Selbstgerecht und überteuert
Dieser Anstand diese Sitte
Der Frust kommt aus der Mitte
Zuversicht wird feilgeboten
Wir sind das Volk oder die Idioten
Wir reden uns Erklärung
Bis wir wieder sicher sind
Es gibt keine Zweifel
Daß wir die Besseren sind
Hoch lebe die Menschlichkeit
Für ehrliche Opfer immer bereit

Weil es jeder tut
Weil es jeder tut

Eine Masse ohne Kopf
Im Wettlauf mit der Zeit
Immer wieder probieren
Nie kapieren
Wir könnten es doch schaffen
Wirklichkeit betrügen
Augen zu und durch
Kompromisse lügen
Na los, kotz Dich aus
Dann tut es nicht mehr weh
Dann stürzen wir uns wieder
An's Buffet
Wir nehmen uns satt
Und fühlen uns leer
Und wieder im Kreis
Der Masse hinterher
Mein Selbstbild
Mein Gewissen
Mein Leitbild
Mein Ruhekissen


07. Ich will weg (2001) {Lyrik}

Den selben Brei jeden Morgen
Die selben Dinge zu besorgen
Ich kann die Luft schon nicht mehr riechen
Würd mich am liebsten im Bett verkriechen
Ich such das Glück in meinem Kaffee
Und sehe eine Giraffe
Was soll denn das schon wieder heißen
Ich glaub, ich muß verreisen

Ich will weg
Ganz weit weg
Keine Pflicht
Also leck mich

In der Zeitung steht wieder das gleiche
Es gibt Arme und Reiche
Einen Sonnenhut werd ich mir bauen
Dann werde ich abhauen
Jedes Ding hat seinen Namen
Gewohnheit ist der Rahmen
Ich will das alles nicht mehr sehen
Und morgen werde ich weggehen


08. Ich möchte dich gern (1997) {Lyrik}

Ich möchte Dich gern ...
Ich möchte Dich gern kennenlernen
Mich an Deiner Nähe wärmen
Ich bin nicht interlektuell
Ich habe auch kein dickes Fell

Wieso nicht, was ist denn schon dabei
Worte sind doch einerlei
Ich liebe Dich, das ist doch klar
Drum sag' ich es jetzt noch einmal

Ich möchte Dich gern kennenlernen!

Ich möchte Dich gerne küssen
Ohne schmeicheln zu müssen
Das Leben ist kompliziert genug
Und all' das Gelaber nur Betrug

Wieso nicht ...
Ich möchte Dich gern küssen!

Ich möchte Dich gerne ...
Du brauchst nur zu nicken
Ich bin nicht gerade romantisch
Lieber leg' ich meine Karten
Auf den Tisch

Wieso nicht ...

Ich möchte Dich gern aaaahh!


09. Lisa (2001) {Lyrik}

Ich komme aus'm Schliemann, es ist noch nicht zu spät
Ich möchte Lisa sehen, mal sehen wie's ihr geht
Ich werd sie überraschen mit einer Flasche Wein
Sie ist bestimmt zu Hause und fühlt sich sehr alleine
Das Telefon ist tot, das glaub ich nicht
Die Tür ist abgeschlossen, doch im Fenster brennt Licht
Seh ich da nicht Schatten hinter Deinem Vorhang
Lisa, mach die Tür auf, Du machst mich krank

Lisa, laß mich rein, Lisa, laß mich rein
Lisa, laß mich rein, laß mich rein rein rein, oh Lisa
Ich will bei Dir sein
Ich fange an zu schrein, ich fange an zu schrein
Lisa, laß mich rein, laß mich bitte bitte bitte bitte rein
Lisa, laß mich rein

Hör auf mit dem Quatsch, ich weiß, Du bist zu Haus
Hörst Du laut Musik, hast Du Kopfhörer auf
Hör ich da nicht Stimmen von Deinem Fenster her
Bist Du nicht alleine, das betrübt mich sehr
Jetzt nehm ich einen Stein und ziele ganz genau
Ich will ihr Fenster treffen, ich bin noch nicht zu blau
Zweimal geht's daneben, das kann doch wohl nicht sein
Dann ein lautes Scheppern, beim Nachbarn schlägt es ein


10. So weit ist das Meer (1997) {Lyrik}

Es war eine mondhelle Nacht
Wir gingen hinunter zum Strand
Dort lag ein Schiff mit Segeln so groß
Der Rumpf war namenlos

Du sagtest, Komm laß' uns versuchen
Und machtest die Leinen los
Der Wind steht gut, die Nacht zieht nach West
Los, zieh die Segel fest

So weit, weit ist das Meer
Der Wind treibt uns vor sich her
Was zählt ist nur der Rausch
Drum lehn' Dich zurück

Wer loslassen kann
Kommt irgendwann an

Dann stachen wir in See
Beladen mit all' unserem Sinn
Der Bug ging tief, fast unter vor Last
Die Segel bogen den Mast

Erschrocken sah'n wir uns an
Den Abgang schon im Blick
Schmeiß' all' Deine Bilder von Bord
Der Traum ist alt und verdorrt

So weit, weit ist das Meer ...

Und frag nicht, wie lang wird es gehen
Solange der Wind uns trägt
Kein Hafen im Kopf , das wäre der Tod
Poseidon lenkt unser Boot

So weit, weit ist das Meer ...


11. Fragezeichen (2001) {Lyrik}

Ich träume ins Blaue
Und rede mir ein
Meine Gedanken bestimmen das Sein
Red es fort bis es gefällt
Schöne blaue runde Welt
Halt mich an Gedanken fest
So lange, bis es sich erklären läßt
Suche das Ende
Stehe am Beginn
Weiß nicht mehr, wer ich bin
Bin ich das, was ich weiß
Ich bin das, was ich weiß

Mein Himmel ist voller Fragezeichen
Immer neue Fragezeichen

Zu viel Nachdenken ist ungesund
Immer einen neuen Hintergrund
Wahrheit ist mein Kunstobjekt
Und wird stündlich neu entdeckt
Ach wie gut, daß niemand weiß
Ach wie gut, daß niemand weiß
Daß ich Albert Einstein...
Alles ist möglich, alles ist wahr
Trotzdem sind so viele Fragen da
Laß mich abschweifen
Ich will es nicht begreifen
Ach wie gut, daß niemand weiß
Ach wie gut, daß niemand weiß
Daß ich keine Antwort...


12. Jamma (Radio-Edit) (2010) {Lyrik}

Es war einer dieser bleiern schweren Tage
Die ich nur mit dunkler Brille ertrage
Den Kopf voller Scheiß-Gedanken
Die um meine Beachtung zanken

Sie spielen Fangen, fahren mit mir Karussell
Bin ein Hündchen mit dünnem Fell
Und ich laufe im Kreis herum
Wenn mich einer fragt, sag ich nur

Ich bin ausgelöffelt
Abgerockt
Ich bin mies drauf
Ich hab überhaupt keinen Bock
Dazu kann man doch mal stehen
Das ist wahre Größe
Ich lass die Hosen runter
Gebe mir die Blöße

Jetzt schau nicht so betroffen
Das nehme ich dir nicht ab
Eben hast du noch erzählt
Dass alles bestens für dich läuft
Ich brauche kein Mitleid
Lieber ne Dosis Frohsinn
Das Leben ist kein Wunschkonzert
Das nehm ich mal so hin

Ich bin ausgelöffelt ...

Jammajammajeh
Jammajammajoh

Jetzt faselst du von positivem Denken
Das hat mir gerade noch gefehlt
Das hast du doch nicht selbst erfahren
Das hat man dir auch nur erzählt
Diese Secondhand-Weisheiten
Kann ich echt nicht brauchen
Ne, ich will mich nicht entspannen
Und ich will auch keinen rauchen

Ich bin ausgelöffelt …

Jammajammajeh

Jammajammajoh


13. Viva la Humanidad (2010) {Lyrik}

Alle schimpfen, alle klagen
Politiker lamentieren
Um dann mit Waffen
In andere Länder zu marschier‘n
Für den Frieden selbstverständlich
Die Symbolik ist fatal
Das kann nicht überzeugen
Hier kommt unser Signal

Viva la humanidad *
Esa es nuestra fuerza

Natürlich ist das weltfremd
Das ist auch so gemeint
Weil die Welt, die ich kenne
Mir unmenschlich erscheint
Wie viel müssen wir noch wissen
Um endlich zu verstehen
Es gibt kein Gut, kein Böse
Der Fehler liegt im System

Viva la humanidad
esa es nuestra fuerza

Ich frage mich schon lange
Warum das nicht funktioniert
Alles ist gegeben
Doch falsch konditioniert
Manchmal möchte ich es hinnehmen
Doch dann höre ich Käpt‘ns Stimme
Wie soll sich das ändern, wenn ich mitschwimme

Wenn die Krise das System bestimmt
Lass dich nicht davon regieren
Wie ein Lemming
Nach dem gleichen Muster funktionieren
Die Hoffnung hängt an einem Kreuz
Das Scheitern inbegriffen
Versuch es noch einmal
Jetzt wird nicht gekniffen

Viva la humanidad
esa es nuestra fuerza

* Es lebe die Menschlichkeit,
das ist unsere Kraft

14. Makana (2004) {Lyrik}

Uns trennen Welten, uns verbindet das Sein
Freude kann so einfach sein
Wir schließen den Kreis und lassen los
Alleine so klein
Zusammen so groß

Konjo makana makana jahbuana
Eschi makana makana jahbuana
Konjo makana makana jahbuana
Eschi makana konjo makana

War es die Melodie, der verborgene Sinn
Eine Überlieferung, der ich teilhaftig bin
Ein Gebet, ein Mantra für die Harmonie
So leicht, so frei war ich noch nie


15. Immer mehr (2004)  {Lyrik}

Jedem das Seine und mir ganz alleine
Und willst du's nicht glauben, dann bist du alleine
Immer mehr, immer mehr, und immer zu spät
Nur der Stärkere Überlebt
Ein System, das deshalb funktioniert
Weil es den Mensch zum Arschloch animiert
Und nur das Geld eine Wahrheit hat
Ich habe diesen Blödsinn satt

Die Eltern haben es vorgelebt
Es geht so lange, bis es nicht mehr geht
Wirtschaftskrise, Krankheit, Tod
Der Sensemann lächelt: Du Idiot
Hast dein ganzes Leben nur gespart
Dich mit deinem Geld gepaart
Das kann ich Dir leider nicht vergeben
Du hast nur dieses eine Leben

Immer mehr, Immer mehr, immer mehr
Taschen voll und die Herzen leer
FÜll' dein rosa Schwein
Und am Ende schlag' es ein
Und wieder reicht es nicht
Hält doch nicht, was es verspricht
Du hast dir so viel Mühe gegeben
Ein ganzes Menschenleben...
Leben... Menschenleben!

Eine Logik, die sich selbst vertritt
Alle wissen bescheid, alle machen mit
Schlucken, kauen, konsumieren
So langsam seinen Kopf verlieren
Das ist Methode, das ist System
Das ist letztendlich mein Problem
Ich will nicht nur das Opfer sein
Zeig' mir, ich bin nicht allein

Immer mehr, immer mehr, immer mehr Taschen voll und die Herzen leer Füll' dein rosa Schwein Soll das das Leben sein Vielleicht ist weniger auch mehr Dann ist man nicht so schwer Und kann viel besser tanzen Also scheiß' auf die Finanzen


16. Individuum (2004) {Lyrik}

Kaum geboren, Schreien abgewöhnt
Ab in die Schule - richtig denken
Dort lernte er, besser zu sein
Ich bin Einer von Vielen, ich bin ich allein
Man brachte ihm bei, was man so zum Leben braucht
Dass man besser an sich selber glaubt
Das Maß aller Dinge
Wisst ihr, wovon ich singe

Individuum - selbst ist der Mann
Individuum - der alles kann
Individuum - und auch die Frau
Individuum - stellt sich zur Schau
Individuum - Einer von Vielen
Individuum - mit gleichen Zielen
Individuum - im Allgemeinen
Individuum - so allein

Später auf dem Schulhof kam es darauf an
Von welcher Marke hast du die Hosen an
Wichtig ist das Etikett
Dann finden dich auch alle andern nett
Und ist jemand anders, rebelliert der Klassengeist
Weil das Individuum sich in die Hosen scheißt
Von Selbstliebe trunken, dem Trend auf der Spur
Das ist das Leitbild der Kultur

Wie ein Korkfloß auf weitem Meer Verschaukelt es mich hin und her Jeder segelt auf seinem Trip Und kommt schon lange nicht mehr mit Da ist die Sehnsucht, die das Ganze sucht Und immer wieder selbst versucht Das Maß aller Dinge Wisst ihr, wovon ich singe


17. Amsterdam (Live) (2003)  {Lyrik}

In Berlin mal wieder alles grau
Und keinen Stoff, und keine Frau
Draußen Regen, drinnen kalt
Und nichts zu rauchen, und keinen Halt

Was macht man in so einem Moment
Man leckt sich die Zähne und öffnet sich das Hemd
Man greift sich an die eigene Brust
Und denkt daran, ich muß, und denkt daran, ich muß

Mal wieder nach Amsterdam fahr'n
Mal einfach so über'n Damm karr'n
Schwarzen grünen gelben weißen
Ich hoff', das Geld reicht noch für was zu beißen
Ich hoff', das Geld reicht noch für was zu beißen

Und ist man dann erstmal da
Mit leerem Magen und wirrem Haar
Dann packt es Dich bei Deinem Schopf
Es setzt sich fest im Kopf, es setzt sich fest im Kopf

Und wenn ich dann einen dreh'
Schmeckt noch viel besser der Kaffee
Alle Knoten ham' sich aufgelöst
Meine Seelen sind entblößt, meine Seelen sind entblößt

Und ich werde wieder nach Amsterdam fahr'n ...


18. Lump (Live) (2003) {Lyrik}

Ich brauch' kein seid'nes Taschentuch
Zwei Finger sind doch auch genug
Ich bin ein Lump, ich bin ein Lump
Ich bin ein liederlicher Lump

Schlips und Kragen sind mir fremd
Ich trag' viel lieber ein offenes Hemd
Ich bin ein Lump ...

Schon damals in der Schule, oh, der Lehrer schrie:
Ein Schüler ohne Ordnung, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element
Ich bin ein Lump ...

An Fleiß und Arbeit glaub' ich nicht
Denn Faulsein ist die erste Pflicht
Ich bin ein Lump ...

Neulich so beim Schlendern, oh, der Wachmann schrie:
Sie beachten nicht die Ampel, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element
Ich bin ein Lump ...

Mein Vater starb am Säuferwahn
Doch ich bau' lieber Hanfgras an
Ich bin ein Lump ...

Neulich hab' ich eine Glatze gerupft
Die ist vor mir über's Feld gehupft
Ich bin ein Lump ...

Gestern in der U-Bahn, oh, der Schaffner schrie:
Sie haben keinen Fahrschein, das ist Anarchie
Doch es ist mir ganz egal, wie Ihr das benennt
Ich bleib' frech und froh, das ist mein Element Ich bin ein Lump ...


19. Mein Käpt'n (2010) {Lyrik}

Käpt‘n, mein Käpt‘n, jetzt stehst du wieder da
An deinem Gedankenstrand
Dein Blick fliegt mit den Möwen in den roten Abendhimmel
Wellen stürmen auf das Land

Es brandet, es brandet bis in meine Brust
Vor Aufruhr und vor Lebenslust
Erdiges Verlangen, jetzt höre ich deine Stimme
Alle Zweifel können mich mal

Käpt’n, mein Käpt’n, vor mir wilde See
Du bist das Fernrohr, durch das ich die Insel seh
Käpt‘n, mein Käpt’n, dafür lieb ich dich
Dein Optimismus ist unerschütterlich

Sehnsucht wachsen Flügel
Gedanken gehen baden
Die Freiheit lockt
Von fernen Gestaden

Es ist wahr, es ist wahr, du bist, was du denkst
Und die Liebe ist das Meer
Verkappter Pirat, worauf wartest du noch
Gestern war einmal

Käpt’n, mein Käpt’n, keine faulen Kompromisse
du ermunterst mich, dass ich die Segel hisse
Käpt’n, mein Käpt’n, dich täuschen keine Wetter
wenn ich untergeh, bis du der Retter

Siehst immer noch Licht, auch wenn es dunkel ist
Manövrierst mich durch Riffe, wenn Fortuna mich vergisst
Auf wankenden Planken, zu neuen Horizonten
Für keinen Sturm zu schade, egal was ich dir auflade

Käpt’n, mein Käpt’n, dafür lieb ich dich
Bei Sturm und Gegenwinden, du bist unerschütterlich
Käpt’n, mein Käpt‘n, das ist unser Lied
Käpt’n, mein Käpt‘n, wie gut, dass es dich gibt




Musik/Text: Axel Steinhagen

Titel: 01, 02, 03, 04, 05, 08 und 10 produziert von David Bronner (A)
Titel: 04, 05, 08 und 10 mit freundlicher Genehmigung der EMI Music Germany GmbH & Co.KG
Titel: 12, 13 und 19 produziert von Kraans de Lutin (D)
Titel: 12, 13 und 19 mit freundlicher Genehmigung von BuschFunk Musikverlag GmbH

Axel Steinhagen - Gesang & akustische Gitarre
Anita Ratai - Flöten, Saxophon, Akkordeon, Klarinette & Backvocals
Uta Brandt - Violine & Backvocals
Pay Kohn - Bass & Backvocals
Sascha Conrad - E-Gitarre
Ulf Jacobs - Drums & Backvocals

Besonderer Dank geht an die große Mutabor-Familie, die Musiker, Produzenten und Techniker mit denen wir über die Jahre zusammengearbeitet haben: Helen Bauerfeind,Tillmann Walter, Markus Gerhards, Jens Uwe Zietz, Thomas Görsch, Marko Frohn, Paul Schöne, Frank Helfer, Markus Lauer, Juliane Kissner, Diana Schmitz, Lars Cölln, Daniel Hoffknecht, David Bronner,  Kraans de Lutin, Henning Günther, Florian Hörl, Martin Müncheberg, Jens Schramm, Toni Mamic, Kathleen Hoffmann, Schnacko, Killer Bee, Annett Friedrich

Fotos von: Rainer Tamme, Ben Kriemann, Sebastian Gabsch, Thomas Nitz, Nikola & David, Oliver Steinberger, Axel Steinhagen

Grafische Elemente: Kathleen Hoffmann, Toni Mamic



 
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